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Fröhliches Ehewochenende

September 11, 2019

Hier ein Bericht eines vergangenen Ehewochenendes (FeWo):

 

Mein/e Partner/in ist mein/e beste/r Freund/in – gemeinsam Unterwegs in allen Lebensphasen

Freitag, 8. Mai: Am späteren Freitagnachmittag hatten wir alles gepackt und fuhren mit den Kindern zu den Grosseltern, worauf sie sich schon seit längerem freuten. Hier hiess es Abschied nehmen, was uns schwerer fiel als den Kindern. Nun sassen wir nur noch zu zweit im Auto ohne Kinder, so muss sich eine neue Lebensphase anfühlen, aber zu dem noch später.

In Schwanden angekommen, fing schon bald der erste Abendblock an, mit dem Ehepaar Christoph und Eveline Leu, welche jahrelang die Leitung von JMEM in Wiler hatten. Heute führen sie Auslandeinsätze durch und leiten eine Freikirche.

 

Freundschaft:

Dieser erste Block begann Christoph sehr auflockernd mit verschiedenen Comics usw. zum schmunzeln (vor allem der mit den Schuhen begleitete uns durch das ganze Wochenende = Insider!). Anschliessend verstand er es sehr gut mit persönlichen Erfahrungen, Bibeltexten und deren Auslegung die Freundschaft zwischen Gott und Menschen aber auch von Mensch zu Mensch und in der Ehe zu durchleuchten.

 Denke nicht nur Gutes über Freunde  sondern sprich es aus = Wertschätzung!

 Habe ich einen Mentor, den ich bei  Schwierigkeiten jederzeit erreichen kann?

 Als Freund Gottes bekannt zu sein, ist der beste Ruf, den einem anhangen kann

 Freundschaft auf allen Ebenen braucht  Zeit zum Reifen und Wachsen

Diese Freundschaften sind ein grosses Geschenk für uns und trotzdem können sie bei zwischenmenschlichen Konflikten zerbrechen und grosse Verletzungen verursachen. Trotzdem will Gott mit uns und wir miteinander unterwegs sein.

Nach diesem ersten Abendblock gab es Gelegenheit bei Kaffee und Kuchen noch über das Gehörte auszutauschen, Spiele zu machen und Gemeinschaft zu pflegen.

 

Samstag 9. Mai:

Nach dem Frühstück und der Erledigung unserer „ Ämtli“ begann der zweite Block mit Leu‘s.

Saure Milch oder reifer Wein: Nun wie schon Anfangs erwähnt zurück zu unseren Kindern, als wir zu zweit im Auto sassen und es auf den Kindersitzen still war, waren wir auf uns alleine gestellt. Dieses Thema „Saure Milch oder reifer Wein“ griff genau dieses Thema auf. Wie gehen wir mit den verschiedenen Lebensphasen um? Die Lebensphasen sind: Zeugung-GeburtSchuleintritt-Pupertät-Erwachsen-BerufFamilie, Gemeinschaft-Loslassen-Grosseltern-Tod. Jede einzelne Phase heisst loslassen, wie wir mit den Kindern (dies war aber bei uns nur bis Sonntagabend), und bereitet uns auf die letzte Phase, den Tod, vor. Hier liegt es an uns, ob wir jeder vergangenen Phase nachtrauern, die Neue verpassen und so zu saurer Milch werden. Die zweite Möglichkeit besteht darin, neue Phasen als Chance und die Erfahrungen der vergangenen Phasen mitzunehmen und zu Reifen, wie ein edler Tropfen Wein, der auch erst mit seiner Reife den Vollen Geschmack entfaltet.

Bis zum Mittagessen blieb noch Zeit zum Gemeinschaftpflegen usw. Nach dem feinen Mittagessen, das vom Küchenteam zubereitet wurde, gingen wir und ein paar andere an eine Hochzeit ins nahe gelegene Sigriswil. Die andern Paare machten beim traditionellen Postenlauf mit, wo es immer verschiedene Herausforderungen mit einem andern Ehepaar zu meistern gilt, und die begehrten Wanderpreise auf die Siegerteams warten! Nach dem Nachtessen begann der dritte Block.

Das Glück kommt selten alleine: In diesem Block ging es um die Freude und Glück in allen Beziehungen, vor allem aus den Seligpreisungen (Mt. 5, 3-5, 11) und aus eigenen Erfahrungen von Christoph. Gott will, dass wir glücklich sind und freut sich, wenn es uns gut geht.

Im ähnlichen Rahmen wie am Freitagabend ging auch der Samstag zu Ende.

 

Sonntag 10. Mai:

Hier ging es nach dem Aufstehen, mit dem Wissen, dass nach dem Gottesdienst ein wunderbares Brunchbuffet wartete, direkt in den Gottesdienst und letzten Block mit Leu‘s.

Kleider machen Leute: Dieser Block drehte sich vor allem um Kolosser 3,13-15, der besagt, wie wir miteinander umgehen und uns mit Liebe bekleiden sollen. Wenn wir einander lieben und Jesu Liebe empfangen bekommen wir eine andere Sichtweise. Damit können wir auch in schwierigen Situationen anders und in Liebe reagieren, und müssen nicht immer Recht haben. Diese Liebe weckt die Sehnsucht der Menschen nach der Liebe Gottes: „Diesen Gott möchte ich auch kennen lernen.“

Fazit:  Liebe zieh ich mir an.  Liebe zieht an!

Anschliessend gab es den wunderschön aufgedeckten Brunch. Nach dem Brunch war noch Zeit für Spiel, Spass und Sport. Um 15.00 Uhr gab es noch Zvieri und um 16:00 Uhr war der offizielle Schluss und es wurde die Heimreise in Angriff genommen.

Ermutigt vom wunderschönen Wochenende gingen wir nach Hause und wurden relativ rasch von der „alten“ Lebensphase mit den Kindern eingeholt, was auch gut ist.

Martina und Rolf von Siebenthal