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Du bist einmalig

Am Sonntag, 13. Dezember 2015 versammelte sich Gross und Klein in der Kapelle der EMK Gstaad zur Sonntagsschulweihnacht. Der Weihnachtsbaum war wunderbar geschmückt und auch die drei Kerzen am Adventskranz erfüllten die Kapelle mit ihrem flackernden Licht.

 

Das Thema der Sonntagsschulweihnachtsfeier lautete "Du bist einmalig". Die Kinderschar trug stolz und auch etwas nervös zwei Lieder vor.

 

Anschliessend durften wir der Geschichte von Punchinello lauschen und die gross projizierten Bilder betrachten. Punchinello war einer von vielen Wemmicks. Wemmicks sind Leute, die vom ansässigen Schnitzer Eli einzigartig und mit sehr viel Liebe geschnitzt worden sind. Die Wemmicks pflegten es einander mit goldenen Sternen für gute Taten oder Eigenschaften und mit grauen Punkten für Schlechte zu bekleben. Punchinello war einer von den Wemmicks. Leider fiel er bei den anderen Dorfbewohnern negativ auf und so war er bald mit ganz vielen grauen Punkten bestückt. Er fühlte sich schlecht und traute sich fast nicht mehr nach draussen zu gehen. Eines Tages traf er dennoch ein Mädchen namens Lucia, bei dem weder Sterne noch Punkte zu sehen waren. Auch Punchinello wollte werden wie Lucia und so folgte er ihrem Rat den Holzschnitzer Eli zu besuchen. Dieser wusste sogar seinen Namen, worüber Punchinello sehr erstaunt war. Der Holzschnitzer Eli erklärte Punchinello, dass er ihn liebevoll geschnitzt hätte und ihn deshalb kenne und auch nicht auf die grauen Punkte oder die goldenen Sterne achte. Für ihn gilt jede von ihm geschnitzte Person als einmalig. Des weiteren erläuterte er ihm, dass es im Leben nicht wichtig sei, was andere Leute über einen denken würden. Natürlich wollte Punchinello noch wissen, warum Lucia keine Punkte und Sterne an sich hatte und Eli erklärte ihm, dass diese nur haften würden, wenn deren Bedeutung für einen wichtig sei. Dies war schwierig zu verstehen für Punchinello. Doch sobald Punchinello begann zu begreifen, dass Eli ihn von Herzen gern hat so wie er ist, fiel einer von seinen grauen Punkten zu Boden.

 

Nach dieser eindrücklichen Geschichte trugen die Kinder nochmals ein Lied vor, bevor der Pfarrer Urs Ramseier noch einige Worte an die versammelte Schar richtete. Er erklärte, dass die Geschichte von Punchinello und von Eli auf uns Menschen und Gott hinweist. Eli ist ein Sinnbild für Gott. Denn auch Gott nimmt uns an genauso wie wir sind und erachtet uns als einmalig.

 

Und was hat diese Geschichte mit Weihnachten zu tun? Auch in der Weihnachtsgeschichte wird deutlich, dass Jesus vor allem für die Armen und die Ausgegrenzten auf diese Welt gekommen ist. So ist die Engelschar mit den Worten "Euch ist der Heiland geboren" den Hirten auf dem Feld erschienen, um den einfachen, verstossenen Leuten als erstes die Botschaft vom neugeborenen Königskind zu verkündigen. Vor der Krippe geben die Hirten ihrer Freude Ausdruck, indem sie dem Jesuskind Geschenke bringen und ihm Ehre und Dank erweisen. Jesus wurde unscheinbar in einem Stall geboren und nicht etwa in einem Königspalast.

Darin wird deutlich, dass Jesus gerade für die Armen, Ausgegrenzten und einfachen Leute erschienen ist. Jesus ist für uns auf diese Erde gekommen und erachtet uns als sehr, sehr wertvoll.

 

Nun durften die Sonntagsschulkinder allen Kindern einen von ihnen selbst verzierten Lebkuchen verschenken und dann von ihren Sonntagsschullehrerinnen ein Päckli entgegen nehmen. Mit Klängen des Posaunenchors fand der Gottesdienst einen festlichen Ausklang und beim Knabbern von Mandarinchen, Nüsschen und Schöggeli konnte man noch gemütlich Beisammen sein.

 

Miriam Trachsel

 

 

Sonntagschul-Weihnachten 2015

United Methodist Church