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Weihnachtslicht unter Palästinensern und Juden

Eine grosse Schar von betagten Menschen von Gstaad und Umgebung durfte Pfarrer Urs Ramseier im Dezember 2015 in der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) begrüssen. Bei Kerzenschein auf den Tischen oder vom Tannenbaum her wurde der Orgelmusik gelauscht oder freudig Weihnachtslieder gesungen. Und dann begann der Bilder-Vortrag des Pfarrers über dem Thema „Weihnachtsbotschaft in Israel“.

 

Urs Ramseier begann seine Ausführungen mit einem Satz aus dem Johannesevangelium, welcher sagt, dass Jesus an Weihnachten als Licht in diese Welt gekommen ist. Er zeigte eine wunderschöne, aus Olivenholz geschnitzte Weihnachtskrippe aus Bethlehem. Das friedliche Zusammensein vom internationalen Königen und Wissenschaftler und einfachen israelischen Hirten vor dem Christuskind durfte eine Realität vor 2000 Jahre gewesen sein. Aber ebenso war die Umwelt von Attentaten, einer launischen, bedrückenden und todbringenden Regierung unter Herodes und den Römern her geprägt. Da hinein sandte Gott seinen Sohn als Licht für die Menschen.

 

Schon bald folgten Erfahrungsberichte des Pfarrers, wo er von seinen zahlreichen Begegnungen der letzten gut zwanzig Jahren in Israel erzählte. Er wies auf Situationen hin, wo er dieses Licht Jesu beobachtet inmitten der manchmal hoffnungslosen Situation beobachten konnte. Da sind zum einen die arabischen Christen in Bethlehem, die zusammen auch diese Weihnachten in arabischer Sprache singen werden: „Ich steh an deiner Krippe hier, oh Jesus Christ mein Leben…“ Da wurde von „Neve Shalom“ berichtet, einem Dorf zwischen Tel Aviv und Jerusalem, in welchem Juden, Christen und Moslems eindrücklich in Frieden zusammenleben und gemeinsam die Geschicke des Dorfes gestalten. Dann begegnete das Pfarrerehepaar diesen Frühling einem Ehepaar in Jerusalem, welches in einer Organisation arbeitet, welche Juden und Christen zusammenbringen wollen. So wird es möglich, dass jüdische und arabische Kinder mit ihren Eltern miteinander der Weihnachtsbotschaft lauschen und einander dann zum Teil auch während dem Jahr begegnen werden. Oder dann wurde vom ehemalischen Scharfschützen Taysir Abu Saada berichtet, der in seiner Jugend in der PLO diente und nur einen toten Juden als einen guten Juden ansah. Durch sein Finden des christlichen Glaubens und dessen Jesus, der da dahinter steht, wurde er verändert und zieht heute mit einem jüdischen Freund durch die Welt und erzählt mit ihm zusammen aus eigner Erfahrung, dass durch den Glauben an Christus auch ein Friede zwischen zwei verfeindeten Völkern und Menschen entstehen kann. Beide haben erlebt, dass sie durch den Glauben an Christus von ihrem Hass befreit wurden.

 

Zum Abschluss sahen die Besuchenden Bilder vom katholischen Kinderspital in Bethlehem, wo Christen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Oase und Hilfe des Frieden aufgebaut haben, wo unter den Ärmsten des Palästinensischen Gebietes zum Teil sich nicht einmal eine Arztbesuch leisten könnten. Das Spital entstand mit ein paar Bettchen in einem Privathaus, wo ein Schweizer Pater Schnydrig den Eindruck hatte, dass es nicht sein darf, dass am Ort, wo Jesus zur Welt kam, Kinder an Hunger sterben müssen. Heute betreut das Spital bis 37‘000 kleine Patienten. Nach einem Schlusslied genossen die Senioren und Seniorinnen dann noch ein gutes Zvieri, welche liebevoll von Frauen der EMK vorbereitet wurde. Urs Ramseier

 

 

United Methodist Church